Wie ihr vielleicht ahnt, sind die Blogbeiträge immer ein bis zwei Tage verzögert. Das bedeutet, ich war bereits am freien gestrigen Dienstag in Akihabara, während ich eigentlich den Beitrag für das Wochenende schreiben sollte. Aber das mache ich jetzt etwas zusammengefasst. Es folgt also die Zusammenfassung für Sonntag und Montag, 16+17. August. An diesen Tagen fand der Youth Summit seinen Höhepunkt und Abschluss.
Kulturelle Tretminen
Tokio Sightseeing
Heute gibt’s wohl mehr Fotos als Text, denn diese sprechen für sich. Das erste Mal fühlte ich mich nicht hektisch herumkommandiert sondern konnte in die Kultur eintauchen und in einer kleinen Gruppe stressfrei Tokio erkunden. Unser Gruppenleiter führte uns nach Asakusa, wo Schreine und Tempel an die Kultur und Tradition Japans erinnern. Auf mich machte das alles einen sehr touristischen und kommerzialisierten Eindruck, und ich bin sicher den älteren Bewohnern Tokios geht es genauso. Shoganai, würden die Japaner sagen. Dem ist nicht zu helfen. Japan öffnet sich der Welt und muss lernen, damit klug umzugehen.
Würdest Du es auch getan haben?
So überrascht man also die Japaner mit typisch japanischem Verhalten oder Können als Ausländer. Das Schreiben schwieriger Kanji ist verständlich, ebenfalls das ordentliche Anstellen an eine Schlange. Aber bitte – wenn sie schon überrascht wären, dass Ausländer auf einem Futon schliefen, frage ich mich wirklich wie bequem die Dinger sind. Ich stelle die Gegenfrage: Was überrascht euch am Verhalten japanischer oder ausländischer Gäste am Meisten? P.S.: So sieht Natto aus.
»Attack Of The Otaku«
Zu einer eigenen Kunstform haben sich Anime-Musikvideos entwickelt. Diese werden von Fans anhand von Musik und Filmschnippseln zusammengeschnitten – und von den Rechteverwertern zum Teil kritisch bis panisch beäugt – in Japan dagegen sind diese dort »MAD« genannten Kreationen noch viel weiter verbreitet.
Neben mir liegt übrigens schon die AnimagiC 2009 Karte bereit, um mich nach einem ersten Schnupperbesuch auf der Dokomi in Düsseldorf dann doch in »Deutschlands größte Anime- und Manga-Convention« in der Beethovenhalle in Bonn zu stürzen. Erfahrungsbericht vom Planeten »Deutsche Auswüchse japanischer Popkultur« folgt. Aber zurück zu den Animemusikvideos:
ZDF Online baut Mist
Wie unbeholfen selbst die altehrwürdigen Medien mit dem neuen (?) Medium Internet umgehen, zeigt der aktuellste Fall von Fettnäpfchen. Die großen, ernsthaften, seriösen Medien wie ZDF würden ihn wohl Skandal nennen – beträfe es sie nicht selbst.
Wieso, wie und so – vier Wochen Kostprobe.

Dies ist der Auftakt zu einer mehrwöchigen Reportage über den Besuch eines Furtwangener Studenten in Japan im Rahmen des DJJG-Programms »Hallo Japan 2009«, welches in diesem Blog bereits vorgestellt worden ist. Da die Hochschule Furtwangen University im Schwarzwald keinerlei Japankontakte pflegt, musste diese Alternative von mir ergriffen werden. Ich werde mich nach dem einwöchigen Youth-Summit in Tokyo vor allem in Utsunomiya (宇都宮市) 100km nördlich von Tokyo aufhalten. Nicht nur hier, sondern auch im DJJG-Blog wird berichtet werden.


