Ich war heute im Bad Uracher Rathaus. Den lange geplanten Opt-Out machen. Nachdem ich belehrt wurde, dass so etwas wie eine Übermittlungssperre nicht existiert und es so ein Formular nicht gibt, hat es dann doch geklappt. Wohl gemerkt, ich wurde nicht informiert, dass die Angestellte im öffentlichen Dienst es nicht weiß oder glaubt, sondern dass es tatsächlich so sei. » weiterlesen: Beamtengeschichten aus Bad Urach
Beamtengeschichten aus Bad Urach
Staatsmobbing gegen die Schweiz
»Nicht schön« sei das Ganze, so sagte unser beliebter Stasi 2.0 Verfechter Wolfgang Schäuble zum Kauf der brisanten Bankdaten-CD Diskussion. Der einzige positive Aspekt an der ganzen Geschichte dem die Schweiz gestern etwas abgewinnen konnte.
Im folgenden Clip aus der Rundschau zum Thema Datenklau repräsentieren Caspar Baader, Fraktionspräsident der SVP und Ulrich Thielemann, Vizedirektor des Instituts für Wirtschaftsethik der Uni St. Gallen wie ich finde sehr schön und anschaulich das Verhalten und die Inhalte in dieser Diskussion zwischen den Ländern. Insbesondere das Verhalten. » weiterlesen: Staatsmobbing gegen die Schweiz
Wie die GEZ über das Internet stolperte
Wisst ihr es schon? Die GEZ macht jetzt Web 2.0 – noch. Eröffnet ein Forum und Mitarbeiterblogs mit dem hehren Ziel, Meinungen zu sammeln. Mensch, hätte ihnen nur mal früher jemand gesagt, dass das Internet zu 90% aus 4chan-Trollen besteht… und so muss die GEZ zusehen, wie die allgegenwärtige Meinung zur dieser Institution sich in ihr Forum erbricht.
Heute wurde Facebook böser.
Ganz unschuldig poppt heute ein Dialogfeld in Facebook auf. Man habe die Privatsphäre-Einstellungen überarbeitet und bittet um Anpassung. Wer jetzt aber nicht aufpasst, der gibt ganz schnell seine Nachrichten, Fotos, Videos und persönlichen Informationen allen Nutzern frei.
Das Unternehmen aus San Francisco verändert die Einstellungen zum Datenschutz und fordert nun alle 350 Millionen Mitglieder auf, diese zu bestätigen. Ebenfalls mit eingebaut wurde ein Pseudoschutz von Personen unter 18, der eine erhöhte Sicherheit vortäuscht.
Nicht, dass es vorher sehr viel sicherer gewesen ist, Informationen an ein solches Unternehmen zu senden. Die Hinterhältigkeit, mit der dem Nutzer diese Anpassung untergeschoben wird, ist jedoch dreist. Plötzlich befinden sich die Radiobuttons nicht mehr dort, wo man sie vermutet. Beim Abspeichern wird dann die neue Einstellung aktiv.
Striptease abschalten: So gehts.
Meldebehörden haben das Recht, eure persönlichen Daten, zum Beispiel Adresse, Geburtstag, Konfession und Familienstand an Dritte weiterzureichen, sogar automatisiert im Internet, solange man sich nicht selbstständig und ausdrücklich in Schriftform dagegen ausspricht. Quelle: optoutday.de
Also los, ab ins nächste Einwohnermeldeamt – mal sehen wie sich Bad Urach anstellt – und Einspruch einlegen. Das Formular für eure Stadt gibt’s bestimmt auch online. Wer jetzt den offenen Mund nicht zubekommt, sollte etwas dagegen tun. Und ja, ich schwöre, das war bis zur nächsten Wahl der letzte Link mit dem Zaunpfahl.
Aus aktuellem Anlass
… informiere ich meine Leser über diesen Sachverhalt:
»Die Piratenpartei Deutschland ist Teil einer internationalen Volksbewegung, die sich für die Förderung freien Wissens und freier Kultur, Schutz vor dem Überwachungsstaat sowie einen Paradigmenwechsel vom gläsernen Bürger zum gläsernen Staat einsetzt. Dabei ist die Piratenpartei von A bis Z basisdemokratisch organisiert.«
Schade übrigens, dass ich nicht mehr in Tokio bin. Und noch eine kleine Information für die Studenten an der Hochschule Furtwangen.
AnimagiC 2009, Animexx und der Wahnsinn
Ich habe schlechte Laune, also wird dieser Beitrag jetzt ein wenig giftig. Soeben hat mich Animexx beim Galerieupload aufgefordert, die uneingeschränkten Nutzungsrechte einzuräumen. Dabei wollte ich doch nur ein paar Bilder hochladen, damit die netten Mädels die so bereitwillig für die Kamera posierten, auch etwas davon haben. Frechheit, wie ich finde. Ein Grund mehr, Social Networks zu hassen. Nicht, dass mir Animexx vorher sympathischer gewesen wäre. Aber wenn Animexx schon mit Rechtsfragen um sich wirft, muss ich zurückfragen: Wie kann ich die Nutzungsrechte an einem Foto abtreten, wenn ich genau genommen nicht einmal die Nutzungsrechte der abgebildeten Person habe? Diese Veranstaltungen bewegen sich ohnehin in einer Grauzone des fotografischen Persönlichkeitsrechts. Es wird natürlich posiert, und natürlich fotografiert jeder Jeden. Ob dies als Freifahrtschein angesehen werden kann, jedwede Fotografien auch zu publizieren oder gar kommerziell zu nutzen, darf bezweifelt werden. Aber eigentlich bin ich ja hier, um etwas von der AnimagiC zu berichten.
Internetzensur umgehen
Schritt 1: Man suche sich einen alternativen Anbieter von DNS-Servern. Bekanntester Anbieter dürfte OpenDNS sein, aber es ist zu erwarten, dass mit zunehmenden Sperrbestrebungen der Regierungen auch die Zahl dieser Anbieter steigt.
Schritt 2: Man trage die alternativen IP-Adressen des Servers (hier: 208.67.222.222 und 208.67.220.220) in den Netzwerkeinstellungen von Windows ein, in den Eigenschaften des genutzten Netzwerkadapters.
Ach, das war es schon? Das lohnt sich ja nicht einmal für einen Blogeintrag. Na, egal. Tom’s Hardware hat übrigens noch eine schnieke Anleitung für das Umgehen von Länderfilterungen. Natürlich lässt sich auch damit eine Zensur umgehen. Technisch ist es nicht ganz trivial, aber wenn schon, dann richtig.




