Heute nehme ich die Tradition einiger Otaku-Blogs auf und mache ein kleines Figure-Review. Mein Japanbesuch ist ja nicht ganz ohne Folgen geblieben, wie manche schon wissen. Allerdings werde ich mich hüten, meine Figur für ein gutes Foto in unangenehme Orte wie die Mikrowelle oder den Backofen zu befördern. Das hauseigene Fotostudio in Bad Urach muss herhalten, und ich finde grade bei unserer Miku hier kommt das ziemlich gut.
Hatsune Miku (Good Smile Company)
Windows 7 OS-tan Theme Madobe Nanami
Es ist soweit, packt eure Installations-DVDs aus und legt los. Weshalb? Deshalb. Wie es aussieht, funktioniert virales Marketing dieser Art nicht nur in Japan.
Ein kleiner Tipp: Beides sind im Endeffekt ZIP-Archive, aus denen sich die Einzeldateien extrahieren lassen, beispielsweise die Sounds. Mehr Windows 7 Grafiken wird es in nächster Zeit auch sicherlich auf den bekannten Imageboards geben, denn der ästhetische Faktor ist hier noch nicht ausgereizt.
Ich habe zwei Versionen hier, die nicht-Windows-7 Version enthält überarbeitete WAV-Dateien die sich auch auf nicht-Windows-7 Rechnern wiedergeben lassen.
» MadobeNanami-engfix.themepack für Windows 7 (Ziel speichern)
» MadobeNanami-engfix.themepack.zip für anderes Windows (ZIP)
Anleitung: Windows 7 Nutzer können die Datei direkt nutzen, Windows XP und andere Systeme können die Einzeldateien nutzen.
Ich bin über die Qualität und den Moe-Faktor erstaunt. Absolute Empfehlung! Mizuki Nana ihr »oh O.o System Error desu« klingt einfach authentisch und süß.
Fundstück des Monats
Ich setze ja seit einiger Zeit phpmyvisites.us als Statistikscript auf meinen Seiten ein. Vor allem, weil ich gerne die Kontrolle über meine Daten habe und ungern möchte, dass Google eine statistische Auswertung meiner Zugriffszahlen erhält. Denn das sind die einzigen Daten, die Google als Suchrobot nicht erheben kann: Wie oft jemand auf welche Seite geht und welche Wege er dabei nimmt. Dass diese Daten hochspannend sind für alle Arten von Business, dürfte klar sein.
Vorhin stolperte ich auf der Suche nach einem Update des Scriptes über Piwik. Als Open-Source-Alternative zu Google Analytics sieht es hervorragend aus und bietet fast alle Funktionen von phpmyvisited. Ich werde daher demnächst umsteigen.
Tokyo Foto Sushi
Fritz Schumann, »unser« Reporter vor Ort, schreibt heute interessante Dinge über die Otaku-Kultur in Japan. Ob ich allerdings seiner Definition des Begriffs »moé« so zustimmen kann? Er hat auch ein sehr frühes Beispiel von moé aufgetrieben, was meiner Meinung nach seiner Aussage widerspricht. Aber seht selbst.

Ich distanziere mich!
Jeder kennt ihn, den berühmt berüchtigten Disclaimer im obligatorischen Impressum ein jeder Website. Kaum jemand hat ihn nicht, viele sehen ihn als eine Art Allheilmittel gegen jedwede Problematik in Bezug auf Links. Es ist nun bekannt, dass die deutsche Rechtssprechung sich schwer tut mit Links und dem Internet im Allgemeinen, um nicht zu sagen manchmal eine erstaunliche Ignoranz und Unwissenheit an den Tag legt.
Das geht aber nicht nur den Gerichten so, viele Menschen haben noch nicht begriffen, dass Informationen im Hypermedium Internet eine ganz neue, noch nicht dagewesene Behandlung erfahren und in ganz neuen Kontext im Zuge ihrer Verknüpfung rücken. Die Verknüpfung aber, eben die Links, sind die Grundsubstanz des Internet. So, wie die Adresse des nächsten Freudenhauses jeder Person jedweden Alters im Telefonbuch zur Verfügung steht, so wie die Post nicht den Inhalt jedes Paketes kontrolliert, das sie ausliefert. Hier machen wir aber bereits den Schlenker zu Retro-Vergleichen im P2P-Bereich, doch eigentlich wollte ich das Law-Blog mit eigenen Worten erklären.
Zusammengefasst steht da: Links müssen immer in ihrem Kontext betrachtet werden und werden es so wohl auch vor Gericht. Ist der Kontext eindeutig distanzierend oder kritisch, sei ein Disclaimer überflüssig. Macht man sich den Link zu eigen, und das passiere wenn ein Link als eine Empfehlung anzusehen ist, dann ist der Disclaimer nicht viel mehr als ein »Ich hab den Schokopudding nicht gegessen« mit verschmierter Schnute.
Ich werde daher auch in Zukunft auf Disclaimer Hamburger Landgerichte – die für ihre Kompetenz in Sachen Internet ja berüchtigt zu sein scheinen – verzichten. Weiterführende Literatur dazu gibt’s natürlich: Eins, Zwei.
SEO im Jahre 2009
Eine interessante Umfrage ist mir über den Weg gelaufen. Im Prinzip hat sich nicht viel geändert in den letzten Jahren: Links von ausserhalb, ihre Qualität, ihre Menge und der Inhalt des Linktextes werden nach wie vor als wichtigste Faktoren in der Suchmaschinenoptimierung gesehen.
Zunehmend relevant wird allerdings etwas überraschend auch die Klickrate und Besucherzahl. So werden schwach verlinkte Seiten, die aber hohe Besucherzahlen aufweisen, sicherlich besser gerankt werden. Ich kann mir den Gedanken nicht verkneifen, dass Google Japan auch moe-ness als Linkfaktor gewichten könnte.
Striptease abschalten: So gehts.
Meldebehörden haben das Recht, eure persönlichen Daten, zum Beispiel Adresse, Geburtstag, Konfession und Familienstand an Dritte weiterzureichen, sogar automatisiert im Internet, solange man sich nicht selbstständig und ausdrücklich in Schriftform dagegen ausspricht. Quelle: optoutday.de
Also los, ab ins nächste Einwohnermeldeamt – mal sehen wie sich Bad Urach anstellt – und Einspruch einlegen. Das Formular für eure Stadt gibt’s bestimmt auch online. Wer jetzt den offenen Mund nicht zubekommt, sollte etwas dagegen tun. Und ja, ich schwöre, das war bis zur nächsten Wahl der letzte Link mit dem Zaunpfahl.
Eine Versuchung wert?
Microsoft zieht alle Register, um für einen erfolgreichen Marktstart von Windows 7 zu sorgen. Wie man jetzt liest (Bildquelle) dürfen sich die Japaner auf die bisher einzige native lokalisierte Fassung eines Themes zur Zeit freuen.
Das offiziell abgesegnete OS-tan, ein Manga-Maskottchen, des Themes nennt sich Nanamo Madobe (窓辺ななみ). Eine professionelle Sprecherin (Seiyū) wurde ebenfalls engagiert, und sie heisst sich nicht ganz zufällig Mizuki Nana, denn “Nana” bedeutet im japanischen auch “sieben”. Somit, schreibt meine Quelle, müsse auch Microsoft die Macht des “moe” in Japan erkannt haben. Eine Frage bleibe aber offen: Frühere OS-tans waren fan-kreiert und haben oft mit zwinkerndem Auge auf bekannte Schwächen und Unzulänglichkeiten des Systems verwiesen, wird also ein offizielles Maskottchen Akzeptanz finden?
Die Otaku-Gemeinde, also alle Menschen mit einer Neigung zu ästhetisch ansprechenden japanischen Zeichnungen, wenn man so möchte, ist jedenfalls außer sich. Sollte es verfügbar werden, wird es hier einen Link im Blog geben. Hierzu einige Kommentare nicht-japanischer Besucher von Sankaku:
»I am so jealous now. T_T«
»Apparently sex doesn’t sell, moe does. XD«
»Well, it’s windows.. so.. a trap?«
»Dear Steve Jobs, Please come out with an official os-tan for my mac because it lack moe…«
Aus aktuellem Anlass
… informiere ich meine Leser über diesen Sachverhalt:
»Die Piratenpartei Deutschland ist Teil einer internationalen Volksbewegung, die sich für die Förderung freien Wissens und freier Kultur, Schutz vor dem Überwachungsstaat sowie einen Paradigmenwechsel vom gläsernen Bürger zum gläsernen Staat einsetzt. Dabei ist die Piratenpartei von A bis Z basisdemokratisch organisiert.«
Schade übrigens, dass ich nicht mehr in Tokio bin. Und noch eine kleine Information für die Studenten an der Hochschule Furtwangen.
Live-Blog Japan aus Utsonomiya

Das war »Hallo Japan 2009«, auf Wiedersehen in Berlin 2010! Hier im Blog begann es mit diesem Eintrag. Ein zusammenfassender Beitrag mit sehr witzigen und authentischen Videoclips des gesamten Aufenthaltes sowie der letzten drei Tage folgt an dieser Stelle, sobald ich meinen Jetlag auskuriert und meine Kunden liebevoll gehätschelt habe Ende Oktober.
Macht’s gut und danke für den Fisch!
Wir sind wieder in Tokio angekommen, genauer gesagt im BumB in der Tokio Bay. Viel luxuriöser als das Yoyogi und die Zimmer viel geräumiger und sauberer. Wir haben zwar Dreibettzimmer, aber dafür eigene Dusche und kostenloses Internet. Schade, dass wir hier nur zwei Nächte bleiben werden. Heute abend hat es mich nach Odaiba gezogen, der ganze Tag war schon grau vernebelt aber das Riesenrad hat mich angefunkelt. Also bin ich einfach rübergefahren, denn wir befinden uns ja schon in der Bucht und ich musste quasi nur noch auf die Insel springen.









