Augmented Reality (erweiterte Realität) ist ganz groß im Kommen. Die Meisten haben es noch nicht bemerkt und Viele werden es auch nicht bemerken, denn diese technische Neuentwicklung ist für sich genommen keine neue Erfindung. Es ist die Idee, die das Ganze so interessant macht. Die Realität zu ergänzen und zu verschmelzen mit virtuellen Gütern und Informationen, das hat bereits Dan Simmons in seinem Epos »Hyperion« und »Endymion« beeindruckend beschrieben.
Dort umgibt die Erde eine Art unsichtbares Informationsnetz, diejenigen Menschen die wissen wie es geht können sich dessen Funktionen zu Nutze machen, indem sie lediglich ihre Handfläche aktivieren. Schon erscheinen wie von Zauberhand zum Beispiel ein Kompass oder Informationen zu Objekten der realen Welt vor ihren Augen.
Hat man ein Video- und Internetfähiges Mobiltelefon, kann man das sogar selbst ausprobieren. Hier gibt es eine Testapplikation entwickelt u.a. mit der Graz University of Technology von einigen ganz klugen Köpfen, lauffähig unter Windows Mobile. Ein (ähnliches) Beispiel hier im Video:
Natürlich ist das nur einer von vielen möglichen Einsatzzwecken. Ebenso wie Visitenkarten mit virtueller Erweiterung sind auch Einsatzbereiche in freier Natur denkbar. Beispielsweise mit Wikitude. Ein anderes Beispiel ist Layar (mit Video). Beide Projekte haben ein riesiges Potenzial, wenn man es schafft die noch vorhandenen technischen Hürden zu meistern. Ein weiteres Team, das sich mit AR befasst und ein AR Framework entwickelt hat.
Nun, die Japaner haben schon weiter gedacht, wie üblich. Wer sich die Spinnereien mal anschauen möchte, dem sei der Anime »Dennō Coil« (電脳コイル) ans Herz gelegt.

