Es gibt sie noch, die Anime, deretwegen ich die ganze Geschichte mit dem Anime überhaupt begonnen habe. Geschichten, die Dich alle paar Minuten überrascht blinzeln lassen, die Dir mit einem subtilen Kribbeln im Bauch ihre Kreativität und intelligente Handlung offenbaren. Eve no Jikan ist so ein Werk, die erste Folge macht Lust auf Mehr.
Wäre es nicht 7:30 Uhr und ich nicht fast auf dem Weg, um mich mit Pyrotechnischem einzudecken, so guckte ich vermutlich alle 6 Akte zu je 15 Minuten am Stück. Schon die Aufteilung und Länge zeigt, dass es sich hier nicht um einen weiteren 08/15-Anime handelt. Auch der subtile Einsatz von 3D-Szenen und Effekten ist sehr zu begrüßen. Die Charaktere verhalten sich authentisch und sind sehr unterschiedlich.
Wer hat dieses Schild aufgestellt? Egal. Zur Handlung: In naher Zukunft, darum geht es im Anime, gehören Roboter schon lange zum Alltag in verschiedenen Bereichen.
Androiden hingegen, also menschenähnliche Roboter, sind eine neue Erscheinung. Man erkennt sie an den hellen Ringen um ihre Köpfe, die nicht zufällig aussehen wie Heiligenscheine. Es geht um einen Herrn namens Asimov, um Regeln die man nicht brechen darf und auch sonst um einige Dinge, die die japanische Gesellschaft in diesen 15 Minuten beleuchten wie es andere Anime in kaum einer Weise schaffen. Auch neue soziale Probleme werden aufgezeigt, die sich durch eine extreme Beschäftigung mit den Androiden auftun wie sie heute von Spielesüchtigen bekannt sind.
Die Menschen behandeln ansonsten ihre Androiden wie ihre Roboter und ihren Toaster, etwas ganz Selbstverständliches und Pragmatisches. Niemand käme auf die Idee, seinem Toaster »Guten Morgen« zu sagen. Auch Rikuo kennt es nicht anders, doch im letzten Logfile seines Hausandroiden entdeckt er die merkwürdige Zeichenfolge:
»Are you enjoying the time of EVE?«
Als er die Bewegungsmuster seines Androiden auswertet, stößt er auf einen merkwürdigen Ort.



