ARTE SCHWERPUNKT JAPAN – IM REICH DER SAMURAI
Wildes Japan • 2-tlg. Naturdoku
MO • 8.3. • 16.55
DI • 9.3. • 16.55Shogun • 11-tlg. Fernsehserie
ab MO • 8.3. • 19.30Die sieben Samurai
Samuraifilm
MO • 8.3. • 20.15Der Samurai, den ich liebte
Samuraifilm
MI • 10.3. • 21.50Lone Wolf & Cub –
Das Schwert der Rache
6-tlg. Samurai-Trashfilm
jeweils FR • ab 12.3. • ab 00.20Japanland • 4-tlg. Dokureihe
ab MO • 15.3. • 16.45Ich war ein Kamikaze
Dokumentarfilm
MI • 17.3. • 20.15Samurai in der Dämmerung
Samuraifilm
MI • 17.3. • 21.45Tabu • Samuraifilm
DO • 18.3. • 20.15Sterben im Reich der Lust
Kulturdoku
DO • 18.3. • 21.55Kleider & Leute: Japan
Dokureihe
SA • 20.3. • 00.15Ichi • Samuraifilm
MI • 24.3. • 21.45
Arte im März
Der Hund steht im Museum.
Beamtengeschichten aus Bad Urach
Ich war heute im Bad Uracher Rathaus. Den lange geplanten Opt-Out machen. Nachdem ich belehrt wurde, dass so etwas wie eine Übermittlungssperre nicht existiert und es so ein Formular nicht gibt, hat es dann doch geklappt. Wohl gemerkt, ich wurde nicht informiert, dass die Angestellte im öffentlichen Dienst es nicht weiß oder glaubt, sondern dass es tatsächlich so sei.
Nach langem grinsend stoischem Angefunke fühlte sich die Bad Uracher Angestellte, deren Namen ich hier besser nicht nenne, dann doch genötigt zum Telefon zu greifen. Dann wurde sie davon in Kenntnis gesetzt, dass es wohl doch möglich ist. Ich durfte also ohne weitere Entschuldigung unterschreiben, dass ich der Datenweitergabe an Hinz und Kunz nicht zustimme.
Ich wollte gleich Formulare für den Rest der Familie mitnehmen. Aber nee, das gehe nicht, das müsse ich vor ihren Augen unterschreiben. Abgesehen davon, was das damit zu tun hat, die Formulare mitzunehmen, hatte sie zwar Recht, denn es wird eine Identitätsprüfung gemacht. Nur bei mir nicht, das reicht das Geburtsdatum, sie kenne mich ja. Weil ich das nicht so unkommentiert hin nahm, krähte es noch aus einem Stapel Akten von hinten links herüber: »Ja, wegen Persönlichkeitsrechten, könnt sie dann ja jeder austragen”. Dem muss ich zustimmen, es wäre eine Katastrophe, wenn jemand für mich das übernimmt, was der Staat als Standard ansehen sollte… Nämlich das Opt-In Verfahren.
Anschließend nutzte ich die neu gewonnene Selbstbestimmungsfreiheit noch und trug mich in die offizielle Robinsonliste ein. Der Name kommt übrigens tatsächlich von Robinson Crusoe und seiner einsamen Insel.
萌えですか?
Staatsmobbing gegen die Schweiz
»Nicht schön« sei das Ganze, so sagte unser beliebter Stasi 2.0 Verfechter Wolfgang Schäuble zum Kauf der brisanten Bankdaten-CD Diskussion. Der einzige positive Aspekt an der ganzen Geschichte dem die Schweiz gestern etwas abgewinnen konnte.
Im folgenden Clip aus der Rundschau zum Thema Datenklau repräsentieren Caspar Baader, Fraktionspräsident der SVP und Ulrich Thielemann, Vizedirektor des Instituts für Wirtschaftsethik der Uni St. Gallen wie ich finde sehr schön und anschaulich das Verhalten und die Inhalte in dieser Diskussion zwischen den Ländern. Insbesondere das Verhalten.
Deutschland kriegt es mal wieder nicht gebacken und schlägt um sich – gerne auch gegen die Bürger wenn es beispielsweise um Internetzensur geht – und die Schweiz hat alle Mühe, ihre Position umgeben von Ländern, in denen die Demokratie zunehmend zur Randerscheinung verkommt, zu verteidigen. Die Schweiz scheint hier die Querdenkerin, der aus dem Unternehmen namens Globalisierung herausgemobbt wird, weil sie nicht am gleichen Strang ziehen will.
Ich frage: Mit welchem Recht sollte die Schweiz ausländische Bürger anders behandeln und beispielsweise das Bankgeheimnus aussetzen. Widerspricht das nicht dem grundlegenden Menschenrecht der Gleichheit und dem Recht eines Staates auf seine eigene Identität und Kultur?
Man beachte den sehr netten Schlußsatz. Im Prinzip geht es hier gar nicht mehr um die Steuerdiskussion, sondern um die Frage, wie Länder mit eigener Rechtsauffassung, Kultur und demokratischem Ansatz sich mit anderen Ländern arrangieren, die noch nicht ganz so weit entwickelt sind. Ob die Schweiz einen diplomatischen Weg findet, ihre politisch-kulturelle Identität in den nächsten Jahrzehnten zu bewahren, muss sich zeigen und darf bezweifelt werden.
Augmented Reality auf dem Mobiltelefon
Augmented Reality (erweiterte Realität) ist ganz groß im Kommen. Die Meisten haben es noch nicht bemerkt und Viele werden es auch nicht bemerken, denn diese technische Neuentwicklung ist für sich genommen keine neue Erfindung. Es ist die Idee, die das Ganze so interessant macht. Die Realität zu ergänzen und zu verschmelzen mit virtuellen Gütern und Informationen, das hat bereits Dan Simmons in seinem Epos »Hyperion« und »Endymion« beeindruckend beschrieben. Dort umgibt die Erde eine Art unsichtbares Informationsnetz, diejenigen Menschen die wissen wie es geht können sich dessen Funktionen zu Nutze machen, indem sie lediglich ihre Handfläche aktivieren. Schon erscheinen wie von Zauberhand zum Beispiel ein Kompass oder Informationen zu Objekten der realen Welt vor ihren Augen.
Hat man ein Video- und Internetfähiges Mobiltelefon, kann man das sogar selbst ausprobieren. Hier gibt es eine Testapplikation entwickelt u.a. mit der Graz University of Technology von einigen ganz klugen Köpfen, lauffähig unter Windows Mobile. Ein (ähnliches) Beispiel hier im Video:
Natürlich ist das nur einer von vielen möglichen Einsatzzwecken. Ebenso wie Visitenkarten mit virtueller Erweiterung sind auch Einsatzbereiche in freier Natur denkbar. Beispielsweise mit Wikitude. Ein anderes Beispiel ist Layar (mit Video). Beide Projekte haben ein riesiges Potenzial, wenn man es schafft die noch vorhandenen technischen Hürden zu meistern. Ein weiteres Team, das sich mit AR befasst und ein AR Framework entwickelt hat.
Nun, die Japaner haben schon weiter gedacht, wie üblich. Wer sich die Spinnereien mal anschauen möchte, dem sei der Anime »Dennō Coil« (電脳コイル) ans Herz gelegt.
Wie die GEZ über das Internet stolperte
Wisst ihr es schon? Die GEZ macht jetzt Web 2.0 – noch. Eröffnet ein Forum und Mitarbeiterblogs mit dem hehren Ziel, Meinungen zu sammeln. Mensch, hätte ihnen nur mal früher jemand gesagt, dass das Internet zu 90% aus 4chan-Trollen besteht… und so muss die GEZ zusehen, wie die allgegenwärtige Meinung zur dieser Institution sich in ihr Forum erbricht. Die große Ironie dabei ist, dass hingegen auf Internetforen wie Krautchan oder 4chan, bekannt für alles außer Vernunft und Anstand, plötzlich tiefsinnige Diskussionen zum gleichen Thema entstehen während man sich einen Spaß daraus macht das GEZ-Forum totzufluten. Ja, Bernd und Anonymous sind auch kräftig dabei. Sie lassen allerdings (noch) die Threads mit den sinnvollen Diskussionen in Ruhe.
Bitte nicht missverstehen, ich und viele andere Leute haben nichts gegen den Aspekt, Gebühren für ein vernünftiges, öffentlich-rechtliches Programm zu zahlen. Arte und 3sat und BR sind eigentlich die einzigen wenigen Gründe noch TV zu schauen. Die ganze Wut richtet sich tatsächlich nur gegen die Art der Institution, die sich zum Beispiel nicht um Datenschutz schert. Man darf jedenfalls gespannt sein, wann die Website den ersten Crackern zum Opfer fällt und ob sich daraus ein paar neue Memes entwickeln.
(Quellen: GEZ-Forum)
Prüfungszeit eben.
Traue keinem Fotografen unter 30?
Und ich hab nur 6 Monate gebraucht, um ihn das erste Mal in Japan zu sehen…
schreibt Fritz aus Japan in seinem Blog und unterlegt die Aussage mit einem wunderschönen Foto des Berges Fuji. Fast ein wenig zu schön steht er da.
(Bildquelle: Tokyo Foto Sushi, Fritz Schumann)
So perfekt symmetrisch, dass sogar das natürliche Rauschverhalten des Kamerasensors irritiert war und sich vor Schreck ebenfalls symmetrisch angeordnet hat. Denn alles andere wäre ja ganz gemein nachgeholfen. Und so liefert die Differenzmaske in Photoshop den Beweis, dass auch Sensorelektronik sich von der natürlichen Ästhetik Japans anstecken lässt.
Was mich allerdings doch etwas stutzig macht, sind die zwei Hilfslinien, die sich zeigen, wenn man das Originalbild in Photoshop öffnet. Ja, Photoshop speichert Hilfslinien in JPG ab. Wahnsinn! Dank an »Auge des Adlers« asdato.
Auch von mir ein Nachtrag: Künstlerische Freiheit kennt keine Grenzen. Fritz ist bekannt für seine Symmetriespiele mit Fotos. Ich bin über mich selbst erstaunt, dass ich mich habe hier täuschen lassen wie andere auch und muss die Qualität der Nachbearbeitung anerkennen. Fritz ist nicht nur ein hervorragender Fotograf sondern versteht auch seine Werkzeuge.










